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Der Baum des Sozialen Lernens an der GSO

Erläuterungen zum Baum

Tabellarische Übersichten zu Projekten und Modellen des Sozialen Lernens an der GSO

UEbersicht_1-Soziale_Projekte_und_Modelle.pdf

UEbersicht_2-Soziale_Projekte_und_Modelle.pdf

UEbersicht_3-Soziale_Projekte_und_Modelle.pdf

Im Folgenden werden institutionalisierte Einrichtungen des sozialen Lernens an der GSO beschrieben.

Das Trainingsraum-Programm

Seit dem Schuljahr 2004/05 ist an der GSO für die Jahrgänge 5 bis 8 ein Trainingsraum nach dem Bielefelder Modell von Stefan Balke eingerichtet, um ungestörtes Unterrichten und Lernen zu erreichen.

Grundlage dieses pädagogischen Konzeptes sind diese drei Regeln.

  1. Jede Schülerin und jeder Schüler hat das Recht ungestört zu lernen.
  2. Jede Lehrerin und jeder Lehrer hat das Recht ungestört zu unterrichten.
  3. Jede/r muss stets die Rechte der Anderen respektieren.

So werden sie umgesetzt.

  • Stören Schülerinnen oder Schüler im Unterricht, werden sie respektvoll ermahnt, sich an diese Regeln zu halten. Lenken sie nicht ein, werden sie in den Trainingsraum geschickt.
  • Dort müssen sie einen Plan erstellen, wie sie sich zukünftig verhalten wollen und welche Vereinbarungen mit der Lehrkraft zu treffen sind, die sie in den Trainingsraum geschickt hat.
  • Wenn der Rückkehrplan fertig gestellt ist, wird er mit der Trainingsraum-Lehrkraft besprochen. Eine Rückkehr in den Unterricht ist erst möglich, wenn der Rückkehrplan von der Lehrkraft, deren Unterricht gestört wurde, akzeptiert wird.
    Ist der Rückkehrplan für die betreffende Lehrkraft nicht akzeptabel, muss die Schülerin oder der Schüler ihn verbessern.
  • Stört eine Schülerin oder ein Schüler im Trainingsraum oder mehrmals an einem Tag, so wird sie oder er nach Hause geschickt und kann erst nach einem Beratungsgespräch mit den Eltern wieder am Unterricht teilnehmen.

Zitat aus www.trainingsraum.de:
„Über die drei Regeln kann in den Klassen nicht abgestimmt werden, da es keine Alternative zu einem respektvollen Umgang gibt.
Es ist die Pflicht der Schule, Toleranz, Einsicht, Respekt, Empathie, Hilfsbereitschaft und Verantwortungsbereitschaft für die Gruppe zu fördern.“

Der Pausenverbotsraum

Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 und 6, die sehr häufig in Streit verwickelt sind, verbringen die Pausen in einem beaufsichtigten Raum, wo sie ihr Fehlverhalten reflektieren und einen Besserungsplan erarbeiten.

Streitschlichtung (z.Zt. nicht umgesetzt)

Seit dem Schuljahr 1998/99 werden an der GSO Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs in einem 15-stündigen Programm zu Streitschlichtern ausgebildet.
Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 und 6 können mit ihnen in einem gesonderten Raum Konflikte beraten. Im Einvernehmen mit allen Beteiligten wird eine Lösung angebahnt.
Verschwiegenheit, Unparteilichkeit, aktives Zuhören, Empathie und der geschickte Einsatz von Ich- und Du-Botschaften garantieren den Erfolg der Vermittlung.

Tutoren

Seit dem Schuljahr 2004/05 werden Schülerinnen und Schüler im 9. Jahrgang zu Tutoren ausgebildet, um in ihrem 10. Schuljahr als Paten Verantwortung für Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrgangs zu übernehmen.
Sie helfen den Jüngeren, sich in der neuen Schule zurecht zu finden. Beim Einschulungstag und bei der Schulrallye in der ersten Woche werden die Kinder von ihnen betreut.
Als Paten bieten sie in Pausen und im Offenen Klassenzimmer Spiele, Gespräche oder Hausaufgabenbetreuung an.
Sie begleiten die Klassen bei der Wanderfahrt.
Bei erfolgreicher Übernahme einer Patenschaft wird ein Gruppenleiterschein ausgestellt. Auf dem Zeugnis erfolgt eine Bemerkung über die ehrenamtliche Tätigkeit.

Busbegleiter (z.Zt. nicht vorhanden)

In Zusammenarbeit mit den Oberhausener Verkehrsbetrieben und dem Kommissariat Vorbeugung werden Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs zu Fahrzeugbegleitern ausgebildet.
Sie lernen in einem mehrwöchigen Training, mögliche Konfliktsituationen unter jüngeren Schülern in Bussen friedlich zu lösen.

Schulsanitätsdienst

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz hat seit dem Schuljahr 2005/06 eine Ausbildung zu einem Schulsanitätsdienst begonnen.
Die Schülerinnen und Schüler werden in Erster Hilfe ausgebildet, um ihre erlernten Fähigkeiten während der Schulzeit umzusetzen.

Politik+

Im Zuge der besonderen sprachlichen Förderung in den Jahrgängen 5 und 6 erfolgt unter Mitarbeit der Beratungslehrer und der Schulsozialarbeiterin ein „Sozialkommunikatives Lernen“ nach Materialien des Cornelsen Verlages.

Verkehrserziehung

Als Verkehrssicherheitsberater koordiniert einer der Sozialpädagogen der GSO das folgende Programm zur Verkehrserziehung.

Jahrgang Thema
   
5 STOAG- Busschule für alle Klassen: Richtiges Ein- und Aussteigen, Haltestellen-Verhalten, Sicherheit im Bus
   
6 Fortführung der Radfahrausbildung in Zusammenarbeit mit dem Bezirksdienst Osterfeld der Polizei Oberhausen (auch Fahrradausflüge)
   
7 Fortführung der Radfahrausbildung, u.a. Verkehrsregeln, Verkehrszeichen, Sicherheitshelm; zusätzliche Praxis auf dem Schulhof und dem Verkehrsübungsplatz der Schillerschule
   
8 Ausbildung von Busbegleitern (s.o.)
   
9 - 10 Mofa-Kurse zur Erlangung der amtlichen Prüfbescheinigung (drei Kurse je Halbjahr)
   
10 DAK- Fahrsimulator
   
SII Verkehrserziehung ist in einzelne Fächer integriert. November 2003: für die ganze Oberstufe kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Mobilität im Rahmen der Aufführung „Ausfahrt“ des „Theater Till“ in der GSO